Anmelden Registrieren Willkommen bei der Samtgemeinde Neuenkirchen...

Ladenlokal für „Drehscheibe“ in Neuenkirchen gefunden

Zwei wichtige Voraussetzungen für den Start des Projekts „Drehscheibe“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen sind erfüllt: Es gibt einen Standort in zentraler Lage, auch eine Mitarbeiterin ist inzwischen gefunden. Im August soll es losgehen.

Das Modellprojekt „Drehscheibe“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen nimmt Fahrt auf. Nach der Konstituierung des Lenkungskreises Anfang März hat die Kommune inzwischen einen Standort für ihr Multifunktionshaus gefunden. Genutzt würden die Verkaufsräume des früheren Elektrogeschäfts Hoppe an der Lindenstraße, teilte Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay am Donnerstag in einer Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie und Soziales mit. Den Mietvertrag mit dem Eigentümer hatte sie nach eigenen Worten kurz vor der Sitzung unterschrieben.

Kleinere Umbauarbeiten erforderlich

Der Standort des früheren Elektrofachgeschäfts Hoppe biete mit seiner Verkaufsfläche qualitativ hochwertige Räume, auch die Lage sei günstig, sagte sie mit Blick auf die Bushaltestelle direkt vor der Tür. Das garantiere eine Erreichbarkeit auch aus Merzen und Voltlage. „Es sind allerdings kleinere Umbauarbeiten notwendig“, erläuterte die Verwaltungschefin. Gebraucht würden eine große Verkaufsfläche, aber auch abgeschlossene Räume, zum Beispiel für Beratungsgespräche. Die Bauarbeiten würden in Kürze ausgeschrieben, auch der Vermieter habe bereits einige Investitionen vorgenommen.

Projektmitarbeiterin aus 40 Bewerbungen ausgewählt

Eingestellt hat die Samtgemeinde Neuenkirchen inzwischen auch eine Mitarbeiterin für das Projekt. Astrid Rausch werde am 2. Mai mit ihrer Arbeit beginnen, teilte Schwertmann-Nicolay mit. Die Neuenkirchenerin habe sich unter 40 Bewerbern durchgesetzt, weil sie durch die kaufmännische Ausbildung neben Fachkenntnissen auch „vielfältige Erfahrungen in der Organisation mitbringt“. Das Arbeitsverhältnis – es handelt sich um eine Teilzeitbeschäftigung mit 19,5 Stunden wöchentlich – ist zunächst für die Dauer des Projektes bis Ende Dezember 2019 befristet. Die Aufgaben von Astrid Rausch umfassen neben der aktiven Mitarbeit im Projekt „Drehschreibe“ auch allgemeine Arbeiten im Verkauf, den Empfang von Kunden und Besuchern sowie die Terminkoordination und die Vermittlung von Beratungsangeboten. Beim Projekt „Drehscheibe“ handelt es sich ein vom Bund angestoßes Modellprojekt .

„Drehscheibe“ ist ein Multifunktionhaus

Dahinter verbirgt sich ein Multifunktionshaus, das unterschiedliche Menschen und Angebote zusammenbringen möchte. Es gibt vier Standbeine: Dienstleistungen, die vor Ort nicht angeboten werden; Beratungsangebote externer Behörden (Finanzamt, Rentenversicherung); Informationsangebote (Tourismus-Information) und ein Shop-in-Shop-System. Bei Letzterem können Vereine, kreative Einwohner oder Kleinstunternehmer eine Regalfläche in der „Drehscheibe“ mieten und so ihre Produkte vermarkten. „Es gibt da schon einige Anfragen“, so die Samtgemeindebürgermeisterin. So hätten bereits Hörgeräteakustiker Interesse bekundet, in der „Drehscheibe“ ihre Dienstleistungen anzubieten.

Zur Sache

Das Projekt „Drehscheibe“

„Wir bringen‘s zusammen“ – so lautet das Motto des Projektes „Drehscheibe“. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bund mit 99000 Euro gefördert, die Samtgemeinde Neuenkirchen steuert 46000 Euro bei. Dem Lenkungsausschuss, der das Projekt begleitet und alle wichtigen Entscheidungen trifft, gehören Vertreter aller im Neuenkirchener Samtgemeinderat vertretenen Fraktionen an, Vertreter der Mitgliedsgemeinden, der Verwaltung und eine Vertreterin der Gewerbetreibenden.cg

 

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/887809/ladenlokal-fuer-drehscheibe-in-neuenkirchen-gefunden