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Winterdienst - Samtgemeinde Neuenkirchen räumt nur wichtige Straßen

Die Samtgemeinde Neuenkirchen soll den Winterdienst weiterhin auf alle Straßen in ihrer Zuständigkeit beschränken. Eine Änderung dieser Regelung lehnte der Bauausschuss einstimmig ab.

Schneeidylle in Merzen: Wenn die weiße Pracht vom Himmel fällt oder Eisregen den Verkehr lahmlegt, wird nicht automatisch jede kommunale Straße geräumt. Foto: Christian Geers/Archiv Foto: Christian Geers

Wenn Schnee und Eis wie im Januar die Straßen in spiegelglatte Pisten verwandeln, dann versucht der Winterdienst der Samtgemeinde die Situation möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Dazu gibt es einen Einsatzplan, den Dirk Boguhn, Mitarbeiter im Bauamt der Samtgemeinde Neuenkirchen, vorstellte.

Zwei Lohnunternehmen – die Firma Dettmer für die Nordtour und die Firma Rühlander für die Südtour – seien beauftragt, die Gemeindeverbindungsstraßen zu räumen. Das sind die Straßen, für deren Unterhaltung die Samtgemeinde zuständig ist. Montags bis samstags würden die Unternehmen alle diese Straßen von Schnee und Eis befreien sowie auch diejenigen Strecken, die vom Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – also von den Schulbussen – befahren würden. Dabei handelt es sich nicht nur um Gemeindeverbindungswege, sondern auch um Straßen, für die die Mitgliedsgemeinden zuständig sind. Sonn- und feiertags beschränke sich der Winterdienst auf stark frequentierte Verbindungen. Eine Ausnahme: Lediglich die Gemeindeverbindungsstraßen Achtern Esch in Voltlage und Schöllerhofstraße in Neuenkirchen würden bisher nicht geräumt, so Boguhn. Dort gebe es nur wenig Verkehr.

Mitgliedsgemeinden entscheiden selbst

An dieser Vorgehensweise wollten die Mitglieder des Bauausschusses nicht rütteln. Was aber alle anderen Gemeindestraßen angeht, dazu gab das Gremium lediglich eine Empfehlung ab: „Der Winterdienst in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage ist Sache der Gemeinden“, stellte Ausschussvorsitzender Norbert Trame fest. Diese müssten dafür bezahlen und sollten deshalb selbst entscheiden, inwieweit geräumt werden solle oder nicht.

Nach den Worten von Dirk Boguhn gibt es in jeder Kommune einen Winterdienstplan. Demnach werde in den Wohngebieten nicht jede Straße geräumt, „sondern nur die, die den Sammelverkehr aufnehmen“.

„Wenn Winter ist, ist eben Winter“, merkte Georg Weglage an. Zwar sei die Gemeinde bei Extremwetterlagen wie Eisregen und Schneeverwehungen bemüht, unter Berücksichtigung des Einzelfalls so schnell wie möglich freie Bahn zu schaffen. Doch wie sein Ratskollege Andreas Otte war er der Meinung, dass man sich im Winter schon auf Eis und Schnee einstellen müsse.

Ein Artikel von Christian Geers/Bersenbrücker Kreisblatt

http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/666112/samtgemeinde-neuenkirchen-raumt-nur-wichtige-strassen