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Mit Drehleiter aus Neuenkirchener Rathaus gerettet

Nicht nur für die Schüler in Neuenkirchen war der 22. Juni ein besonderer Tag. Auch die Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung werden den Mittwoch bestimmt in Erinnerung behalten, denn gegen 10 Uhr nahm der Arbeitstag eine unerwartete Wendung.

Vor Ort wurden die geretteten Mitarbeiterinnen versorgt.

Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay gehörte dem Beobachterteam an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Gebäudebrand, Menschen in Gefahr“ – es war kurz nach 10 Uhr, als es Alarm für die freiwilligen Feuerwehren aus Neuenkirchen, Merzen und Ueffeln sowie die Drehleitereinheit aus Ankum gab. Zum Glück war der Grund des Einsatzes aber eine Übung, nicht speziell, um die Leistungsfähigkeiten der Feuerwehren unter Beweis zu stellen. Vielmehr um zu testen, wie die Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung mit dieser Situation umgehen und ob es ihnen auch gelingt, das Gebäude zu räumen und auch das Publikum zu evakuieren.

Nebelgranaten gezündet

Nur einige Kräfte im Neuenkirchener Rathaus waren im Vorfeld der Übung ins Geschehen involviert. Gemeindebrandmeister Herbert Kempe, zugleich auch Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung, betätigte sich als „Brandstifter“. Genauer gesagt, sorgte er dafür, dass sich Qualm in der obersten Etage und im Treppenhaus ausbereiteten, indem er zwei Nebelgranaten zündete. Plötzlich erklang dann der Ruf „Feuer. Es brennt!“ im Verwaltungsgebäude.

Sofort wurde Alarm ausgelöst, und die Mitarbeiter versuchten, ins Freie zu gelangen. Das klappte zumeist auch ausgezeichnet, aber für die fünf Mitarbeiterinnen, die in der obersten Etage in ihren Büros arbeiten, war der Fluchtweg durch das verqualmte Treppenhaus versperrt.

Sie suchten zusammen mit zwei auf der Etage befindlichen Besuchern erst einmal Zuflucht in einem nicht verqualmten Raum und warteten darauf, von der Feuerwehr gerettet zu werden. Und das gelangt dann auch mit Unterstützung der Drehleiter aus Ankum. Vor Ort wurden die Geretteten dann auch direkt versorgt.

Meeting-Point nicht geeignet

Andreas Lanwert, Allgemeiner Vertreter der Samtgemeindebürgermeisterin, zeigte sich nach der Übung mit dem Ablauf durchaus zufrieden. Bei der anschließenden Manöverkritik sei deutlich geworden, dass der sogenannte Meeting-Point, an dem sich die Mitarbeiter bei einem Feuer nach der Evakuierung treffen sollen, schlecht gewählt worden sei. Er liege zu nah am Verwaltungsgebäude, sodass die Evakuierten die Feuerwehr bei ihrer Arbeit behinderten. Der eine oder andere Mitarbeiter habe auch vergessen, dass im Falle eines Brandes das Fenster des Büros vorm Verlassen geschlossen werden müsse. Dies werde noch mit den Mitarbeitern besprochen. Sein Dank und der von Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay galt den an der Übung beteiligten Einsatzkräften.

 

Ein Bericht von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/733349/mit-drehleiter-aus-neuenkirchener-rathaus-gerettet#gallery&0&2&733349