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Land schreibt Stelle an Oberschule Neuenkirchen aus

500 Stellen für schulische Sozialarbeit werden in den niedersächsischen Schulen von der Landesschulbehörde Niedersachsen ausgeschrieben. Sie werden unbefristet beim Land Niedersachsen eingerichtet und vergütet. Mit dabei ist auch die Oberschule Neuenkirchen.

Kinder und Jugendliche profitieren stark von der Schulsozialarbeit an den Oberschulen. Symbolfoto: dpa

Schulsozialarbeit ist in Neuenkirchen keineswegs eine neue Sache, sondern vielmehr eine bewährte Geschichte. Die Samtgemeinde Neuenkirchen als Schulträger der Oberschule setzt sowohl bei der Hauptschulprofilierung in der Oberschule als auch in Sachen Schulbegleiter an den Grundschulen in Neuenkirchen, Merzen und Voltlage auf die Schulsozialarbeiter. Zum 1. Januar wird jedoch die Schulsozialarbeit an der Oberschule Neuenkirchen in die Zuständigkeit des Landes Niedersachsen fallen. Dafür hat das Land eine Dreiviertelstelle ausgeschrieben.

Berufsorientierung wichtig

Wie genau der Aufgabenbereich der Kraft an der Oberschule ab dem kommenden Jahr aussehen wird, ist noch nicht klar. Fest steht jedoch, dass die über das sogenannte Hauptschulprofilierungsprogramm eingerichtete Stelle entfallen wird. „Es ist ein gut eingefahrenes System, das für die Oberschule erhalten werden muss“, sieht Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay im Schwerpunkt Berufsorientierung einen sehr wichtigen Part an der Oberschule vor Ort. Die einzelnen Schüler würden in Sachsen Berufsaussichten gestärkt, auch die Eltern profitierten.

Wie stark das Land Niedersachsen bei der Arbeit Einfluss nehme, sei nicht bekannt. Wenn das Konzept des Landes fertig sei, dann würden die Schulen und die Schulträger angeschrieben und auf die anstehenden Veränderungen hingewiesen .

Die Städte und Gemeinden hätten gefordert, dass das Land die Kosten für die Schulsozialarbeit vor Ort übernimmt, von daher müsse man auch mit den Schwerpunkten leben, die das Land dabei setze. Es sei grundsätzlich zu begrüßen, dass die originäre Aufgabe Schulsozialarbeit nunmehr auch vom Land übernommen werde. „Wer bezahlt, der bestimmt auch“, kann aus ihrer Sicht nachvollzogen werden, wenn das Land konkrete Vorgaben für die inhaltliche Ausrichtung mache. „Sonst bricht etwas weg, das für die Qualität maßgeblich ist“, hofft sie, dass der bestehende Schwerpunkt weiterhin Bestand haben dürfte.

Nur wenig Einfluss

„Wir als Schulträger haben hier wenig Einfluss“, ist für die Samtgemeindebürgermeisterin nicht absehbar, inwieweit die seit 2008 in der Schulsozialarbeit über Fuchs Konzepte an der Oberschule tätige Karin Beyreuther auch weiterhin diese Aufgabe übernehme. Das Land habe die Stelle ausgeschrieben und werde diese wohl in Absprache mit der Schulleitung auch besetzen. Eine Dreiviertelstelle entspreche auch den bisher in Neuenkirchen hochgerechneten Stunden.

Die Samtgemeinde Neuenkirchen werde weiterhin, dieses sei ein klarer Beschluss des Samtgemeinderates, die an den Grundschulen geleistete Sozialarbeit finanzieren.

Doch nicht nur an der Oberschule Neuenkirchen machen sich Schulleiter und -träger Gedanken über die Schulsozialarbeit, denn im Altkreis Bersenbrück sind auch die Oberschulen Artland, Ankum, Berge und Bersenbrück von der Übernahme der Aufgaben und Finanzierung durch das Land Niedersachsen betroffen. Auch für diese Schulen schreibt das Land Schulsozialarbeiterstellen mit einem Stellenumfang von 75 Prozent aus. Jetzt wird auch dort auf das Konzept des Landes gewartet.

 

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/748386/land-schreibt-stelle-an-oberschule-neuenkirchen-aus