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Landesstraße in Voltlage wird saniert

So mancher Autofahrer schimpft in diesen Tagen über die Bauarbeiten und vielen gesperrten Straßen rund um die Gemeinde. Derzeit wird die Fahrbahndecke der Landesstraße zwischen Weese und Voltlage erneuert. Tauschen möchte mit den Straßenbauern in diesen Tagen wohl keiner.

Am frühen Montagmorgen haben die Straßenbauer der Firma Bunte angefangen, die neue Tragschicht auf der Landesstraße 71 einzubauen. Und das Team um Marco Rimkus kommt an diesem Tag gut voran. Zwei Tage sind für das Aufbringen der Tragschicht bis zur Landesgrenze NRW eingeplant. Am Mittwoch rollen die Maschinen dann in Gegenrichtung, um die Deckschicht aufzubringen. 5000 Tonnen Material sollen heute verarbeitet werden.

Automatische Abstandsregelung

Gut 45 Tonnen, so viel wie zwei Lkw heranfahren, können im Gesamtsystem des Gespannes – Beschicker und Fertiger – vorrätig gehalten werden. Maximal 1200 Tonnen Mischgut können mithilfe der Förderschnecken mit großen Schneckenflügeln pro Stunde in den Fertiger befördert werden. Die Maschine kann die Ladung eines ganzen Lkw in nur einer Minute aufnehmen. Automatische Abstandsregelung und Auffahrschutz sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten.

170 Grad heißer Asphalt

170 bis 180 Grad Celsius ist der Asphalt heiß, wenn er angeliefert ist. Von daher ist der Einbautrupp nicht um seinen Job zu beneiden. „Im Winter kommen schon mal mehr vorbei und schauen, was wir machen. Die wollen sich dann wohl etwas aufwärmen“, weiß der „Bohlenmann“, der darauf achtet, dass der dampfende Asphalt gleichmäßig auf der Straße landet. Doch bei hochsommerlichen Temperaturen sieht das schon anders aus. Und auch dem Pressemann wird es langsam so richtig warm. Und was machen die Bauarbeiter bei dieser Hitze? Viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Sechs Liter am Tag – ohne Probleme. Da ergibt sich eigentlich die Frage nach einer Getränkeflatrate von der Firma. Doch bevor die gestellt werden kann, tauchen auf einmal Probleme auf.

Unfreiwillige Pause

Nein, Siesta war eigentlich für die Mitarbeiter des großen Straßenbauunternehmens aus dem nördlichen Emsland mit deutschlandweiten Niederlassungen am frühen Vormittag nicht angesagt. Doch gegen 10 Uhr kommt die Erneuerung der Fahrbahndecke ins Stocken. Ein technischer Defekt am Fertiger oder dem Beschicker? Keineswegs! Vielmehr verrät ein Blick in die Mulde das genaue Problem. Der Maschine ist der Asphalt ausgegangen. Weit und breit kein Nachschub in Sicht.

Hektische Nachfrage beim Mischwerk in Emsbüren: „Was ist los?“ In Emsbüren hat es Probleme gegeben, die nächste Fuhre lässt noch auf sich warten. So werden die Bunte-Mitarbeiter an diesem Abend wohl zwei Stunden dranhängen müssen, denn jetzt geht es erst einmal nicht weiter.

Schilder werden missachtet

Das gleiche Schicksal erwischt auch einen blauen Kleintransporter, der trotz der vielen Absperrungen und „Durchfahrt verboten“-Schilder auf der Landesstraße wohl unbeirrt seinen Weg fortgesetzt hat und nunmehr kurz vor den großen Baumaschinen beidreht, den Rückwärtsgang einlegt und wieder in die Gegenrichtung fährt. Eins von vielen Beispielen in diesen Tagen. Zahlreiche Autofahrer hatten am Freitag, nachdem die Bitumenemulsion aufgebracht worden war, trotzdem ihren Weg über die Landesstraße angetreten – der eine oder andere dürfte es am Ende an seinem Autolack gesehen haben, dass diese Idee nicht die beste war.

 

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/749469/landesstrasse-in-voltlage-wird-saniert#gallery&0&3&749469