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Oberschule Neuenkirchen heißt nun „Goode-Weg-Schule“

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist aus der Oberschule Neuenkirchen die „Goode-Weg-Schule Neuenkirchen“geworden. Während eines Festaktes nahm die Samtgemeinde Neuenkirchen als Schulträger die Umbenennung vor. Zwei Jahre hatte die Suche nach einer neuen Bezeichnung gedauert.

In der Chronik der Oberschule (OBS) Neuenkirchen dürfte dieser 1. August 2016 als ein ganz besonderer Tag eingehen. Gründe gibt es gleich mehrere, wie Schulleiter Ernst-August Schulterobben gestern Mittag anmerkte. Mit Beginn des neuen Schuljahres gibt es von der fünften bis zum zehnten Jahrgang nur noch Oberschulklassen – die letzten Haupt- und Realschulklassen waren mit Schuljahresende entlassen worden. Und an diesem 1. August hat die Oberschule Neuenkirchen einen neuen Namen erhalten. Wenn die Schüler am Donnerstagmorgen aus den Sommerferien in die Schule zurückkehren, dann betreten sie die „Goode-Weg-Schule“ – so steht es auf dem nagelneuen Schild.

Kleine Feierstunde in der Aula

In der kleinen Feierstunde in der Aula der Oberschule, an der Vertreter des Kollegiums, einige Eltern und Schüler sowie Vertreter des Landkreises, der Niedersächsischen Landesschulbehörde und der Samtgemeinde Neuenkirchen teilnahmen und in der Kai Mittelmeier zwei Stücke am Klavier spielte, erinnerte Schulleiter Ernst-August Schulterobben an die fast zweijährige Suche nach einem passenden Namen.

Schwierige Suche

„Das hört sich so einfach an“, zitierte er den Paragrafen im Niedersächsischen Schulgesetz – und erinnerte an den Prozess der Suche, der mit einer Fahrt durch einen langen Tunnel zu vergleichen gewesen sei. „Aber irgendwann kommt Licht am Ende des Tunnels“, lächelte er. Nicht unerwähnt ließ der Schulleiter, dass sich die Begeisterung im Kollegium bei der von der Samtgemeinde angeregten Namenssuche „zunächst sehr in Grenzen gehalten hat“. Erst fünf Jahre zuvor war die Haupt- und Realschule zur Oberschule Neuenkirchen geworden, „und die war im Nordkreis auch ein Begriff“. Doch der Grundgedanke, der Schule einen treffenden Namen zu geben, mit dem sich Schüler, Lehrer, Eltern und Kommune stärker identifizieren könnten und die das Leitbild der Schule „Stark werden für das Leben“ auf den Punkt bringe, sei nachvollziehbar gewesen. Schulterobben erinnerte an die Schwierigkeiten bei der Namenssuche, denn die Region verfüge nicht über bekannte Persönlichkeiten oder eine besondere Landschaft. Er wies auf die Vorschläge „Oberschule Neuenkirchen im Hülsen“ und „Oberschule Plus“ hin, die weder die Samtgemeinde noch die Schulgemeinschaft akzeptiert hätten, „weil eben die Identifikation fehlte“. Die Suche nach einem Namen sei ungleich schwieriger, wenn viele zu beteiligen seien.

Vorschlag von Heike Berling kommt an

Doch dann, im Sommer 2015, reichte Heike Berling aus Neuenkirchen mehrere Vorschläge ein, darunter auch die Bezeichnung „Goode-Weg-Schule“. Ein Name, „mit einem schönen Klang, der die notwendige Identität verleiht und das Gemeinschaftsgefühl stärkt“, war sich Ernst-August Schulterobben sicher. Er sei froh gewesen, die Suche dank der Idee von Heike Berling „einvernehmlich und erfolgreich abgeschlossen zu haben“. Mit dem neuen Namen, so seine Überzeugung, setze die Oberschule ihren bisherigen erfolgreichen Weg fort.

Schwertmann-Nicolay: Start in eine neue Zeit

Oberschulen gebe es viele, auch Neuenkirchen als Name einer Kommune sei nicht einzigartig, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Die Samtgemeinde stehe hinter der Oberschule und werde alles für ihren Erhalt unternehmen. Unverzichtbar sei ein passender Name, der deutlich mache, dass die Goode-Weg-Schule „die Schule für die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage ist“. Für sie war die Umbenennung „der Start in eine neue Zeit“.

Selle: Schülern stehen alle Wege offen

Kreisrat Matthias Selle, zuständig für die Bildung im Landkreis Osnabrück, ging sogar noch weiter: „Sie haben einen Meilenstein für die Zukunft gesetzt.“ Er lobte die Oberschule Neuenkirchen, die den Schülern alle Wege für ihr Leben eröffne und sie ins Leben begleiten werde. Ihre Größe sei überschaubar, „so dass jeder Lehrer noch jeden Schüler kennt“ und dessen Individualität berücksichtigen könne.

Westerkamp: Der Name ist auch ein Versprechen

„Der Akt der Namensgebung ist etwas Kraftvolles, etwas Energisches, eine öffentliche Positionierung“, sagte Martina Westerkamp, zuständige Regierungsschuldirektorin in der Niedersächsischen Landesschulbehörde in Osnabrück. Der Name sei auch als ein Versprechen an die Schulgemeinschaft zu verstehen: „Der Weg zur und in die Schule ist ein guter.“ Und er passe sehr gut auf die Schulform Oberschule, die Schüler individuell auf den Abschluss vorbereite, wobei die Jungen und Mädchen möglichst lange einen gemeinsamen Weg zurücklegten.

Brinkmann: Der Weg ist das Ziel

Heiner Brinkmann wünschte sich zum Schluss des gut einstündigen Festaktes, „dass der Name Programm sein möge“ – für Schüler, Eltern, Lehrer und alle Beteiligten. „Denn der Weg ist das Ziel“, so der Vorsitzende des Schulausschusses der Samtgemeinde.

Zur Sache

Der gute, der richtige Weg

„Goode Weg“ ist Plattdeutsch und bedeutet so viel wie „Der gute, der richtige Weg“. Allerdings weist die Neuenkirchener Samtgemeindeverwaltung darauf hin, dass es „nicht die plattdeutsche Übersetzung des Neuenkirchener Platts ist“. In den Gemeinden Merzen und Voltlage klängen diese Worte teilweise anders. Allerdings sei dieses „nördliche Platt“ neutraler und auch für den Laien sehr gut zu verstehen. Außerdem passe „Goode Weg“ gut zum Leitbild der Oberschule Neuenkirchen, Schülern einen guten Weg für das bevorstehende Leben zu ebnen. cg

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/752784/oberschule-neuenkirchen-heisst-nun-goode-weg-schule