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Kreisstraße 102: Abschnitt zwischen Neuenkirchen und Achmer fertig

Der Verkehr auf der Kreisstraße 102 zwischen Bramsche und Neuenkirchen rollt wieder – zumindest zwischen Achmer und der Vinter Straße. Der erste Bauabschnitt ist ausgeführt, nun folgt der zweite, der von der Vinter Straße bis zur Vinter Dorfstraße reicht.

Als Vertreter des Kreistages und der Verwaltung des Landkreises Osnabrück, des Planungsbüros und der Samtgemeinde Neuenkirchen sich an Ort und Stelle einen Überblick verschaffen, regelt in Höhe der Einmündung der Vinter Straße (Kreisstraße 103) eine Ampel den Verkehr. An dieser Stelle endet der erste Bauabschnitt des kreiseigenen Projekts . In den vergangenen Wochen hatte die Firma Bunte 1,27 Kilometer der Straße zwischen der Ortsgrenze zu Achmer und der Einmündung von Grund auf saniert, in Teilen etwas verbreitert und eine Brücke instand gesetzt.

Zweiter Bauabschnitt dauert bis Anfang Oktober

Die Vollsperrung ist aufgehoben, doch die Umleitungen gelten weiter. Inzwischen hat die Fräse auf dem Stück zwischen Vinter Straße und Vinter Dorfstraße ganze Arbeit geleistet und die Deckschicht entfernt. Bis Anfang Oktober wird die Fahrbahn aufgemöbelt. Binnen neun Wochen soll die Sanierung abgeschlossen werden.

Kreis investiert 860.000 Euro in neue Fahrbahn

Insgesamt 2,7 Kilometer Kreisstraße bringt der Landkreis Osnabrück in Schuss und investiert rund 800.000 Euro. Geld, das nach den Worten von Kreisrat Winfried Wilkens „gut angelegt ist“, wie er bei einem Ortstermin feststellte. Doch dabei bleibt es nicht: Stellenweise müssen entlang der Strecke noch Schutzplanken mit einer Gesamtlänge von 2500 Metern montiert werden. Betroffen sind die Stellen, an denen Bäume zu nah am Straßenrand stehen. „Passiver Schutz“ nennt das die Behörde. „Wir wollen sichere Verhältnisse schaffen“, erläuterte der Kreisrat. Das betrifft die Radler, für die es einen Radweg gibt, sowie die Autofahrer. Aber auch diejenigen, die die vier Bushaltestellen nutzen. Die Haltestellen sind nun mit Wartehäuschen und Hochbord ausgestattet, außerdem besitzen sie taktile Elemente, sodass sie auch von Menschen mit Behinderungen sicher genutzt werden können.

Land Niedersachsen zahlt Zuschuss für Sanierung

Zu den reinen Baukosten summieren sich noch die Kosten für die Brückensanierung (60.000 Euro) und für die Schutzplanken (200.000 Euro). Das macht unter dem Strich rund 1,1 Millionen Euro, „wovon 741.000 Euro refinanziert werden“, erläuterte Jürgen Schwietert, Leiter des Fachdienstes Straßen in der Kreisverwaltung. Aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erhält der Landkreis diesen Zuschuss, weil das Bauprojekt exakt in die Förderrichtlinien passte. „Und das, obwohl wir erst keine Förderung erhalten sollten.“ Wilkens kündigte an, dass die Kreisverwaltung auch angesichts einer auslaufenden Förderung weiterhin Bauprojekte vorbereiten werde. „Die legen wir in die Schublade, um sie bei Bedarf sofort vorlegen zu können.“

Motzek: Kreisstraße ist kein Unfallschwerpunkt

Auf der Kreisstraße 102 werde auch nach der kompletten Sanierung weiterhin Tempo 70 gelten, kündigte Manfred Motzek vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Osnabrück an. Der Grund: Die Straße gehört zum 2014 gestarteten Modellprojekt des Landes Niedersachsen. Bis 2017 soll mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne die Zahl der Baumunfälle reduziert werden. Die Kreisstraße 102 gehöre zu diesen Straßen aufgrund des Baumbestandes und der Breite, so Motzek. „Unfallauffällig ist die Straße aber nicht, sie ist kein Unfallschwerpunkt“, erklärte er. Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay wies darauf hin, dass die Kreisstraße 102 zwischen Neuenkirchen und Bramsche „eine wichtige Verkehrsader nicht nur für Neuenkirchen, sondern auch für Voltlage und Fürstenau ist“. Das habe auch der Landkreis erkannt, der die Sanierung Anfang Juni angeschoben hatte.


Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/758836/kreisstrasse-102-abschnitt-zwischen-neuenkirchen-und-achmer-fertig