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Samtgemeinde plant Anbau am Feuerwehrhaus Merzen - Umkleide nicht mehr zeitgemäß

Merzen. Die Samtgemeinde Neuenkirchen plant, das Feuerwehrhaus in Merzen um einen Umkleidetrakt zu erweitern. Bisher müssen sich die Einsatzkräfte in der Fahrzeughalle umziehen. Ein Umstand, der nicht mehr zeitgemäß ist.

1986, als die Freiwillige Feuerwehr Merzen, ihren heutigen Stützpunkt an der Straße Am Diek am südlichen Ortsrand bezog, gehörte das Feuerwehrhaus zu den modernsten im Altkreis Bersenbrück. Die Samtgemeinde Neuenkirchen hatte sich für den Neubau entschieden, nachdem sich der Rat gegen Erweiterung des „Spritzenhauses“ am Prozessionsweg ausgesprochen hatte. Neben den Fahrzeugboxen gab es in dem neuen Feuerwehrhaus einem Versammlungsraum, Küche und Sanitärräumen sowie ein Büro für Ortsbrandmeister. Nur einen richtigen Umkleideraum gibt es nicht. Die Einsatzkleidung jedes Mitglieds hängt an Haken, die im hinteren Bereich der Fahrzeughalle angebracht worden sind.

 Umkleidehaken derzeit in der Fahrzeughalle 

Und genau da liege das Problem, wie auf Anfrage unserer Redaktion Andreas Lanwert erläutert. Gerade in der kühleren Jahreszeit sei es in der Fahrzeughalle nicht besonders warm. Wenn die Mitglieder zu Einsätzen gerufen würden, sei das Umziehen in einer kühlen Umgebung nicht sehr angenehm, sagt der zuständige Fachbereichsleiter der Samtgemeinde Neuenkirchen. Die Fahrzeugehalle lasse sich nur schwer auf 21 Grad Celsius heizen, „was auch nicht besonders materialschonend ist“. Soll heißen: Nasse Feuerwehrjacken trocknen viel langsamer.

 Ortstermin mit beauftragtem Architekturbüro

Die Lösung Das Feuerwehrhaus Merzen bekommt eine separate, von der Fahrzeughalle getrennte Umkleide und damit den Standard, der auch die beiden neuen Feuerwehrhäusern Neuenkirchen und Voltlage auszeichnet. Dort besitzen die Mitglieder der Feuerwehren nicht nur einen Haken, sondern jeweils eine eigene Garderobe. „Dann wären alle drei Feuerwehren einheitlich ausgestattet“, so Lanwert. Die benötige Umkleide soll nach ersten Überlegungen an das bestehende Feuerwehrhaus angebaut werden. Im hinteren Teil des Grundstücks sei ausreichend Platz vorhanden, sagte der Kämmerer der Samtgemeinde, der auch für die Feuerwehren zuständig ist. Wie genau die Erweiterung aussehen und wie teuer der Anbau wird, ist zurzeit noch nicht absehbar. Inzwischen hat es einen Ortstermin mit dem beauftragten Architekturbüro Schröder gegeben, das einen Entwurf samt Kostenaufstellung vorlegen wird.

Grundsatzscheidung bereits gefallen


Die Grundsatzentscheidung ist nach Lanwerts Worten aber bereits gefallen. Dem neuen Samtgemeinderat würden die Kosten für die Erweiterung vorgelegt, die es dann bei Planung des Etats 2017 zu berücksichtigen gelte. Bei einer Bestandsaufgabe sei ebenfalls festgestellt worden, dass die Heizung im Feuerwehrhaus mittlerweile 30 Jahre alt und reparaturanfällig sei. „Hier bietet sich an, gleichzeitig einen Austausch und eine energetische Verbesserung vorzunehmen“, sagte Andreas Lanwert. Ausgeführt werden sollen die Bauarbeiten im kommendenJahr.

(Bildunterschrift)
Nicht mehr zeitgemäß: Das Feuerwehrhaus Merzen soll um eine separate Umkleide erweitert werden. Bisher hängt die Einsatzkleidung an Haken in der Fahrzeughalle. Wie die Lösung aussehen könnte, besprachen (von links) Ludmilla Alert, Nicole Herdemann und Andreas Lanwert (rechts) mit Merzens Ortsbrandmeister Martin Kornhage. Foto: Christian Geers

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt

http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/805576/samtgemeinde-plant-anbau-am-feuerwehrhaus-merzen