Anmelden Registrieren Willkommen bei der Samtgemeinde Neuenkirchen...

Deeskalationstraining für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - Bevor der Ärger eskaliert

Mangelnder Respekt, fehlender Anstand und schlechte Umgangsformen gegenüber Verwaltungsmitarbeitern kommen – leider – auch in den Nordkreiskommunen vor, auch wenn diese nicht an der Tagesordnung sind. In solchen Einzelfällen sind es vor allem Kollegen, die im Außendienst tätig sind oder Publikumsverkehr haben, die in diesen für sie stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren müssen.

Insgesamt 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Samtgemeinden Artland, Neuenkirchen, und Fürstenau haben an zwei Tagen an einer Fortbildung teilgenommen, um wirkungsvolle Maßnahmen zur Deeskalation und der Gewaltprävention zu erlernen. Mit Sabine Haake und Maik Thale, beide Polizeibeamte im Hauptberuf, konnten anerkannte Fachleute auf diesem Gebiet gewonnen werden. Die erfahrenen Konfliktmanager aus Osnabrück vermittelten den Verwaltungsmitarbeitern wie man/frau Konflikten richtig begegnet. Sie zeigten, wie man grenzwertige oder kritische Situationen im Umgang mit Menschen frühzeitig erkennt, sie verhindert oder ihnen im Ernstfall verbal und nonverbal begegnen kann.

Die Teilnehmer lobten die Trainer. Sie haben nun eine andere Sichtweise auf die Dinge und können mit bestimmten Situationen anders umgehen als bisher. Das Deeskalations- und Gewaltpräventionstraining bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, in dem Schutz- und Abwehrreaktionen geübt wurden. Dabei wurden auch Griffe und Techniken, mit denen man sich im Notfall schützen kann, erlernt. Dieser Kurs schaffte Sicherheit und Selbstbewusstsein.

Zum Ende der Veranstaltung gab es noch einen Exkurs zum Thema Zivilcourage.

Was hält die meisten davon ab einzugreifen und zu helfen? Ist es Angst, Gleichgültigkeit? Die Gründe, warum die meisten Menschen zu wenig Zivilcourage zeigen, sind relativ einfach. Unwissenheit, mangelnde Erfahrung und Bedenken, etwas falsch zu machen, hindern viele daran, Opfern von Unfällen oder Gewalttaten zu helfen. Zudem scheint die Hilfsbereitschaft mit zunehmenden Menschenansammlungen abzunehmen. Keiner fühlt sich verantwortlich und jeder denkt, dass andere schon helfen werden. Letztlich wird dem Opfer aber dann gar nicht mehr geholfen und der klassische Fall - viele Menschen, keiner hilft - tritt ein. Wer nicht hilft, macht sich unter Umständen sogar strafbar. Mit ein paar ganz einfachen Maßnahmen kann jeder etwas tun und Zivilcourage zeigen. Das haben alle Teilnehmer/innen in diesem Kurs auch gelernt.