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Caritas stellt „Haus Franziskus“ in Merzen vor

Am 1. April 2017 soll das Gemeinschaftshaus St. Franziskus in Merzen seinen Betrieb aufnehmen. Wie genau an diesem Tag die Pflegeeinrichtungen der Caritas Nordkreis Pflege GmbH arbeiten werden, stellen Vertreter der Gesellschaft beim 20. Bürgertreffen am Sonntag, 15. Januar, vor.

Das 20. Bürgertreffen der Gemeinde Merzen am Sonntag steht ganz im Zeichen des Gemeinschaftshauses Merzen. Das hat Bürgermeister Gregor Schröder angekündigt, der alle Einwohner zu diesem Neujahrsempfang einlädt. Vertreter der Caritas Nordkreis Pflege werden dann im Detail die ambulant betreute Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Menschen und die Tagespflege sowie das entwickelte Versorgungskonzept vorstellen. Gleich vorweg: Von einem reinen Pflegeheim ist spätestens seit dem Tag der offenen Tür im vergangenen Sommer überhaupt keine Rede mehr. Damals stellten sich alle künftigen Mieter am Kirmeswochenende vor, der Rohbau bot ungewohnte Einblicke in das Gemeinschaftshaus. Schon damals war die Aufteilung sehr genau zu erkennen, in deren Mittelpunkt sich die Caritas-Einrichtungen mit dem inzwischen gefundenen Namen „Haus Franziskus“ befinden.

Grundsatz: „Ambulant vor stationär“

Die Caritas Nordkreis Pflege ist sich sicher: „Als Betreiberin der neuen Pflegeeinrichtung beschreitet sie neue Wege in der Versorgungsform für Senioren“, sagt Geschäftsführer Rudi Fissmann. Er weist auf den Grundsatz „Ambulant vor stationär“ hin, der zum 1. Januar 2017 mit dem sogenannten Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten sei und der in Merzen umgesetzt werden solle.

Pflege-Wohngemeinschaft mit 15 Einzelzimmern

Die ambulant betreute Wohngemeinschaft ist für pflegebedürftige Menschen mit mindestens Pflegegrad 2 gedacht, die einer intensiven Betreuung, Pflege und Beaufsichtigung bedürfen. Es gibt 15 Einzelzimmer für diese Wohngemeinschaft, die alle ein behindertengerechtes Bad besitzen und ganz nach den Wünschen der Mieter eingerichtet werden können. Sie verfügen über Fernseh-, Internet- und Telefonanschluss, jede Wohnung ist an eine zentrale Notrufanlage angeschlossen.

„Familienähnliche Wohnsituation“ hat Vorteile

Die Caritas wirbt in ihrem Flyer damit, dass das Leben in einer solchen Kleingruppe eine „familienähnliche Wohnsituation“ ermöglicht. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung ist – je nach den individuellen Bedürfnissen der Mieter – gewährleistet, die ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den häuslichen Alltag einbringen. Das Versorgungsprinzip lautet „So viel Pflege wie nötig, so wenig wie möglich“. Zur Nachtzeit wird für die Bewohner ein Nachtdienst eingerichtet, „dieser ist mit einem vollstationären Pflegeheim vergleichbar“, erläutert Fissmann.

Tagespflege gehört auch zum Versorgungskonzept

Die Betreuung der Senioren erfolgt tagsüber in der Tagespflege, die ebenfalls elementarer Bestandteil des Gemeinschaftshauses Merzen ist. Diese Aufgabe übernimmt das Team des Caritas-Pflegedienstes Fürstenau/Neuenkirchen. Es sorgt sich morgens und abends um die pflegerische Versorgung, einschließlich notwendiger hauswirtschaftlicher Hilfen, so Fissmann. Die Tagespflege steht auch Menschen aus anderen Orten offen. Die Mitarbeiter im Haus Franziskus kümmern sich während des Aufenthalts um eine medizinisch-pflegerische Versorgung und um eine Tagesstruktur. Durch die Verbindung mit der ambulanten betreuten Wohngemeinschaft ist eine Öffnungszeit von montags bis sonntags zwischen 8 und 19 Uhr möglich. Bei Bedarf gibt es einen Fahrdienst. Geschäftsführer Rudi Fissmann ist überzeugt, dass „in Merzen Gemeinschaft großgeschrieben wird“. Das gelte auch für die solidarische Finanzierung des Pflege- und Betreuungskonzeptes. Weitere ausführliche Informationen zum Betreuungskonzept, aber auch zur Vertragsgestaltung mit den Mietern der Pflegeeinrichtungen wollen die Vertreter der Caritas Nordkreis Pflege den Einwohner während des Bürgertreffens geben.

Ausführliche Informationen beim Bürgertreffen

Das Betreuungskonzept stellten Erika Gödiker als Pflegedienstleitung der Tagespflege und Brigitte Math-lage, Leiterin des ambulanten Caritas-Pflegedienstes, näher vor. Zudem werde Berthold Eich, Prokurist der Caritas Nordkreis Pflege GmbH und seit Anfang an mit dem Vorhaben in Merzen betraut, das bauliche Konzept darlegen.

Weitere Mieter: Hausarzt und Praxis für Physiotherapie

Auch Vertreter der Gemeinde Merzen werden die übrige Nutzung des Gemeinschaftshauses erläutern. Dazu gehören die zwölf betreuten Wohnungen, von denen die Hälfte inzwischen vermietet ist. Weitere Mieter des Gemeinschaftshauses sind Allgemeinmediziner Martin Jürgens, der seine Hausarztpraxis in das Haus verlegt, und eine Praxis für Physiotherapie.

Das 20. Bürgertreffen der Gemeinde Merzen beginnt am Sonntag um 11 Uhr im Gasthof Dückinghaus.

 

Ein Artikel und Foto von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/834945/caritas-stellt-haus-franziskus-in-merzen-vor