Anmelden Registrieren Willkommen bei der Samtgemeinde Neuenkirchen...

Pastor Alfons Thörner kennt Neuenkirchen bereits

Tapetenwechsel gibt es im wahrsten Sinne des Wortes für Pastor Alfons Thörner, denn er ist von Lage-Rieste nach Neuenkirchen umgezogen. Selber muss er aber nicht mehr zu Malerutensilien greifen, die Oberwohnung des Pfarrhauses St. Laurentius hat bereits einen neuen Anstrich bekommen.

„Und der Kirchenvorstand kümmert sich ganz engagiert darum, dass ich dort gut wohnen kann“, verrät der Geistliche. Auch für seine Pfarrhaushälterin Dorothea Gedig, die ihn schon viele Jahre begleitet, gibt es eine eigene separate Wohnung, wie er nicht nur im Gemeindeblättchen erfreut verkündet, sondern auch im St.-Elisabeth-Stift während des Begrüßungsgottesdienstes.

Pastor zur Mitarbeit

Die Stimme des Pastors sei den Bewohnern des Altenheims bereits bekannt, erklärt Heimleiter Berthold Eich, denn die Messen aus der Pfarrkirche St. Laurentius würden auch ins St.-Elisabeth-Stift übertragen. Neuenkirchen kennt der 64-jährige Theologe bereits, denn seit September vergangenen Jahres war er als Subsidiar in der Pfarreiengemeinschaft Merzen/Neuenkirchen/Voltlage tätig, parallel dazu aber noch als Wallfahrtsrektor auf Lage/Rieste . Zum 1. Februar hat Bischof Bode ihn nunmehr zum Pastor zur Mitarbeit in der Pfarreiengemeinschaft ernannt. Und so wohnt der Geistliche auch im Pfarrhaus an der Kitzerostraße.

Mit Brot und Salz begrüßt

Direkt bei der Ankunft hatten ihn, wie Pastor erzählt, die beiden Sekretärinnen des Pfarrbüros und die Gemeindereferentin mit einem Begrüßungsgeschenk aus fairem Handel überrascht. Am Abend standen dann die Mitglieder des örtlichen Pfarrgemeinderates mit Brot und Salz vor der Tür. „Über dieses herzliche Willkommen habe ich mich riesig gefreut! Danke!“, heißt es im Gemeindebrief.

Einen Begrüßungsgottesdienst für den Pastor mit großem Aufmarsch gibt es zum Fest Mariä Lichtmess, oder wie es korrekt heißt „Darstellung des Herrn“, zwar nicht für Thörner, jedoch genießt der Geistliche, genau wie die zahlreichen Gottesdienstbesucher, die Atmosphäre des Gottesdienstes in der Kapelle des St.-Elisabeth-Stiftes. Der Pastor geht, gerade mit Blick auf die Senioren, näher auf den Seher Simeon und die Prophetin Hanna ein, die im Kind Jesus bei dessen Darstellung im Tempel den verheißenen Messias erkennen. Und der Gottesdienst findet für die Senioren noch einen besonders festlichen Abschluss, denn da geht der neue Pastor durch die Reihen und erteilt jedem einzeln den Blasiussegen.

„Drei für die Kirche“

Im Anschluss ist dann große Runde für die Senioren mit dem neuen Pastor im St.-Elisabeth-Stift angesagt. „Die Mädchen hatten bei uns im Haus immer das Sagen“, gibt Pastor Thörner genau wie im Begrüßungsgottesdienst in der Kapelle des Seniorenpflegeheimes einen Einblick in das Leben einer kinderreichen Familie. „Drei für die Kirche, fünf für die Familie“, berichtet der gebürtige Emsländer in lockerer Runde, dass ein Bruder von ihm ebenfalls Priester geworden, eine Schwester dem Orden beigetreten ist.

Christenlehre

Danach muss er so manche Frage zu seinem Heimatort Heede und der dortigen Wallfahrtsstätte, zum Schiffbau in Papenburg und der wirtschaftlichen Entwicklung des Emslands, dem früheren Armenhaus der Nation, beantworten. Und die Senioren erzählen von langen Kirchwegen bei Eis und Schnee in ihrer Kindheit und ungeheizten Kirchen. Oder wie war das noch mit der Christenlehrer am Sonntagnachmittag? Und auf so manches anstehende Ehejubiläum wie Diamantene oder Eiserne Hochzeit wird schon einmal angesprochen.

Pastor vor neuer Wegstrecke

Die große Offenheit im pastoralen Mitarbeiterteam, in den Pfarrbüros und Sakristeien und bei den Ordensschwestern hat den Geistlichen für die neue Aufgabe sehr ermutigt. „Ich habe bereits eine Zeit erlebt, in der ich mich sehr gut angenommen und mitgetragen gefühlt habe“, blickt Thörner gerne auf die Monate als Subsidiar vor Ort zurück, wo er auch die Kapellengemeinden Rothertshausen und Schlichthorst bereits näher kennengelernt hat. „Auch wenn niemand ahnen konnte, dass der Bischof mich erneut versetzen würde, ich bin 1952 geboren,“ so sind für Thörner die guten Erfahrungen aus der Subsidiarzeit hilfreich für das Wagnis, diese neue Wegstrecke vor Ort zu bestreiten.

Termine zum Kennenlernen

Und zum Kennenlernen wird es für die Gläubigen noch mehrere Möglichkeiten geben. „In den Begrüßungsgottesdiensten werde ich mich näher vorstellen“, so der Geistliche. Dies geschieht am Samstag, 4. Februar, um 17 Uhr in St. Lambertus Merzen, am Sonntag, 5. Februar, um 10 Uhr in St. Katharina Voltlage, am Dienstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr in St. Clemens Schlichthorst und am Sonntag, 12. Februar, um 10.30 Uhr in St.-Laurentius Neuenkirchen. Anschließend ist auch dort jeweils eine längere Begegnung mit dem „neuen“ Pastor möglich.

„Mögen wir eine gesegnete Zeit miteinander teilen dürfen“, spricht der Geistliche den Wunsch aus, nicht so schnell wieder einen Tapetenwechsel erleben zu müssen.

 

 

Artikel und Foto von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/845373/pastor-alfons-thoerner-kennt-neuenkirchen-bereits-1#gallery&0&0&845373