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Zu wenig Krippenplätze in Samtgemeinde Neuenkirchen

Die Samtgemeinde Neuenkirchen hat sich zum Ziel gesetzt, familiengerechte Kommune zu werden. In den vergangenen Jahren hat es in den einzelnen Mitgliedsgemeinden viele Änderungen im Betreuungsangebot gegeben. Doch eines steht fest: Es gibt zu wenige Krippenplätze.

Als die Kinderkrippe St. Christophorus in Neuenkirchen im Dezember 2011 offiziell eingeweiht wurde, war diese Entwicklung so noch nicht anzusehen, wie Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay zusammen mit Fachbereichsleiterin Ruth Klaus-Karwisch während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie und Soziales der Samtgemeinde Neuenkirchen feststellte. Nicht nur im Krippenbereich habe sich danach auch in Merzen und Voltlage etwas getan, sondern auch in den Kindergärten, wo die Öffnungszeiten stark den Wünschen der Eltern angepasst wurden.

Bedarf steigt weiter an

„Aufgrund der entstandenen und noch geplanten Baugebiete sowie der gesell-schaftlichen Anforderungen an die Kinderbetreuung steigen die Bedarfe weiter“, hieß es bei der Analyse der Situation während der Sitzung. Diese Steigerung stelle die Mitgliedsgemeinden nicht nur finanziell vor erhebliche Herausforderungen. Durch die Belastung der Kommunen hätten die Kindertagesstättenbeiträge ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 angehoben werden müssen, um weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot vorhalten zu können.

Tagespflege für die Kleinsten

In der Samtgemeinde Neuenkirchen werden Kinder im ersten Lebensjahr zumeist nicht in der Krippe, sondern durch das Tagespflegeangebot betreut. Die Elternzeitregelungen sorgen dafür, dass zahlreiche Kinder bis zu 15 Monate noch durch die Eltern betreut werden. Erst ab dem 15 Monat ist eine Betreuung zur Vereinbarung von Familie und Beruf erforderlich. In jeder Mitgliedsgemeinde gebe es einen Krippenstandort. 60 Krippenplätze in Tageseinrichtungen und drei Plätze in einer Großtagespflege stehen zur Verfügung. Im Jahr 2017/2018 werden in der Samtgemeinde Neuenkirchen jedoch, wie Ruth Klaus-Karwisch mit den vorgelegten Zahlen unterstrich, eigentlich 89 Betreuungsplätze benötigt. Dies bedeutet, dass für 29 Kinder kein Platz in der Krippe ist und diese in der Tagespflege betreut werden.

Nachfrage größer als das Angebot

Alle Kinderkrippen in den Mitgliedsgemeinden seien voll ausgelastet, teilweise gibt es Wartelisten zur Aufnahme. „Das Angebot an Betreuungsplätze kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Einrichtungen nicht erfüllen“, hieß es die der Bestandsanalyse. Die Gemeinde Neuenkirchen habe bereits 2016 einen entsprechenden Förderantrag zum Ausbau der Einrichtung beim Land Niedersachsen eingereicht, sei aber auf der Warteliste gelandet.

Altersübergreifende Betreuung

Die Prognosen im Kindergartenbereich (drei bis sechs Jahre) weisen für das Jahr 2017/2018 in den Mitgliedsgemeinden Überkapazitäten aus. Die Anmeldezahlen für das Kindergartenjahr lassen vermuten, dass in allen drei Mitgliedsgemeinden derzeit die Einrichtungen im Laufe des Kindergartenjahres nicht zu 100 Prozent ausgelastet sein werden. „Die Gemeinden prüfen daher ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 Regelgruppenplätze in altersübergreifende Betreuungsplätze umzuwandeln. Eine derartige Umwandlung würde das Überangebot im Bereich der Drei- bis Sechsjährigen reduzieren“, so Klaus-Karwisch.

 

Keine Spielgruppe in Merzen

Sämtliche Mitgliedsgemeinden überprüfen ihren Betreuungsbedarf hinsichtlich ihrer Betreuungszeiten. In der Nachmittagsgruppe Neuenkirchen stehen noch einige Plätze zur Verfügung. Für die Spielgruppe in Merzen – für 15 Kinder für 2,5 Stunden pro Woche – gelang es nicht, entsprechend qualifiziertes Personal zu finden, um dieses Angebot weiter fortzuführen zu können.

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/852520/zu-wenig-krippenplaetze-in-samtgemeinde-neuenkirchen