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Ein gelungenes Fest der Kulturen in Neuenkirchen - 150 Gäste dabei

Ganz gezielt hatte die Samtgemeinde Neuenkirchen alle Ehrenamtlichen in Sachen Asylbewerber aus den drei Mitgliedsgemeinden angeschrieben. Und so zeigte sich Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay erfreut, dass nicht nur die bislang in der Willkommensstruktur engagierten Betreuer nach Neuenkirchen gekommen waren, sondern auch diejenigen, die sich bei den Kleiderspenden engagieren oder in den diversen Sprachkursen.

Gut 150 Ehrenamtliche und Asylbewerber hatten sich zum Fest der Kulturen in der Mensa der Oberschule Neuenkirchen eingefunden. Foto: Josef Pohl

Gleich in drei Sprachen gab es Begrüßungsworte zum Fest von Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Sie hieß alle Gäste in der Mensa in Deutsch und auf Englisch willkommen, Dolmetscherin Batou Badawi aus Osnabrück übersetzte auf Arabisch. Sie betonte noch einmal die vor Ort belebte Willkommenskultur. Zuflucht, Sicherheit, Zukunft – diese Schlagworte bestimmten den Vortrag der Samtgemeindebürgermeisterin, die zu Toleranz auf allen Seiten aufrief.

Deutsche Küche und Gerichte mit arabischer Note – das Buffet war reichhaltig für die Gäste in Mensa. Foto: Josef Pohl

Ehrenamtskoordinator Uwe Hummert wollte sich eigentlich herzhafte Fleischtaschen auf seinen Teller packen, doch beim ersten Bissen musste er feststellen, dass es sich dabei um Süßes handelte. Aber auch diese Naschwaren schmeckten ihm genau so gut wie den anderen Gästen in der Mensa, allen voran den Kindern. Die hatten die wenigsten Probleme miteinander in Kontakt zu kommen. Auf der von der SG Voltlage betreuten Hüpfburg herrschte reger Betrieb und die Kinder machten sich schnell miteinander bekannt: „Ich heiße Laetitia und du?“

In der Hüpfburg hatten die Kinder keine Probleme, schnell miteinander Kontakte zu knüpfen. Kolping und SG Voltlage hatten die Betreuung übernommen. Foto: Josef Pohl

 Ungezwungener Austausch

 Jugendpflegerin Franziska Kinscheck betreute weitere Kinder im Jugendraum, damit die Erwachsenen ungezwungen den Austausch miteinander suchen konnten. Und die in den letzten Monaten in der Samtgemeinde Neuenkirchen zugezogenen Asylbewerber lernten in diesen gemeinsamen Stunden nicht nur so einiges über die deutsche Küche, sondern auch über die Feste in der Region kennen.

Während des Treffens in der Mensa lief ein Film, den Steffen Lammerding und Hendrik Brüwer gedreht hatten: Erntedankumzug, die 825-Jahr-Feier Neuenkirchens oder die Landesmeisterschaft im Halbmarathon standen im Mittelpunkt.

 Dank für herzliche Aufnahme

Nicht nur im Namen seiner Familie dankte der 31-jährige Mohammad Munib Mufaq den Verantwortlichen aus der Samtgemeinde und den einzelnen Gemeinden sowie den vielen Ehrenamtlichen für die herzliche Aufnahme, in seinem Fall mitsamt Großfamilie in Merzen.

Im Namen der Asylbewerber dankte Mohammad Munib Mufaq. Foto: Josef Pohl

Und danach ging es gemeinsam ans Buffet. So mancher Deutsche schaute zuerst etwas skeptisch, was ihn da erwartete, doch ganz egal ob pakistanische Döner, irakische Fleischtaschen, kleine arabische Minipizzen, Kabsi oder Sambusa – die Küchenkünste der Asylbewerber stießen bei den Besuchern auf reges Interesse und schmeckten ausgezeichnet. Auf der anderen Seite probten auch die Asylbewerber ihnen bislang fremde deutsche Gerichte.

Artikel und Fotos von Josef Pohl / Bersenbrück Kreisblatt

http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/708051/ein-gelungenes-fest-der-kulturen-in-neuenkirchen#gallery&0&0&708051