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Kreissparkasse schenkt Neuenkirchen ein „Milchmädchen“

Zum 125-jährigen Bestehen hat die Kreissparkasse Bersenbrück den vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück und der Stadt Bramsche jeweils ein Kunstwerk geschenkt. Die letzte Skulptur – das „Milchmädchen“ – ist am Mittwochmittag in Neuenkirchen der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

 

                                                                                                                              

2012 blickte die Kreissparkasse Bersenbrück auf den 125. Jahrestag ihrer Gründung zurück. Als bleibendes und sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Region hatte sich das Geldinstitut unter dem Motto „Wir für hier“ entschieden, den vier Samtgemeinden und der Stadt Bramsche jeweils eine Bronzeskulptur zu schenken. Was 2012 mit der „Geldlotte“ in Bramsche begann, endete nun in Neuenkirchen: Hier steht das „Milchmädchen“ auf einem Platz an der Ecke Kitzerostraße/Von-Galen-Straße, unter einer Eiche, nur wenige Schritte von der Filiale der Kreissparkasse entfernt.

Rüschenkleid und Dutt im Haar

Das aus Bronze gegossene Milchmädchen lächelt den Betrachter an. In der linken Hand hält es eine Eiswaffel, in der rechten eine Milchkanne, die ihm den Namen gibt. Der Blick des Mädchens mit dem Rüschenkleid und dem Dutt im Haar geht in Richtung Dorfmitte, ungefähr dorthin, wo im Neuenkirchener Ortskern einst die Molkerei stand: die die Milch der Bauern zum Grundstoff für viele leckere und lebensnotwendige Produkte nahm wie Sahne, Butter, Quark, Joghurt – oder eben Eis.

Bronzekunstwerk passt gut ins Dorfbild

Wie auch die Skulpturen in Bramsche, Bersenbrück, Quakenbrück und Fürstenau hat die von Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling aus Lüdinghausen geschaffene Figur einen Bezug zum Ort. „Sie passt sehr gut ins Dorfbild und verschönert das Areal rund um den Brunnen“, sagte Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. An die Zeit, als Kinder mit der Milchkanne zum nächsten Bauernhof gingen, um Milch zu holen. Auch der Standort sei gut gewählt, denn die Molkerei habe sich vor ihrer Aussiedlung an den Ortsrand an der Lindenstraße befunden. Neuenkirchens Bürgermeister Christoph Lührmann bedankte sich für die Statue. „Das Beste kommt immer zum Schluss“, merkte er schmunzelnd an. Der Platz sei gut gewählt, zumal das „Milchmädchen“ in Sichtweite des Heimathauses Neuenkirchen stehe. Auch dort habe der Heimatverein mit einem „Hollandgänger“ ein ortsbildprägendes Kunstwerk mit einem Bezug zur Geschichte der Region aufgestellt.

„Malerpoet“ ersann passendes Sprüchlein

„Es hat in den vergangenen Jahren großen Spaß gemacht, Standort und Motive für die Bronzeskulpturen zu finden, weil es sich einmal nicht um nüchterne Finanzzahlen drehte“, sagte Sparkassendirektor Bernd Heinemann. Er lobte wie Volker Neumann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Bersenbrück, den Ideenreichtum des Künstlerehepaars, die immer wieder Überraschendes entworfen hätten. Während Annette Wittkamp-Fröhling das Kunstwerk herstellte, sorgte ihr Ehemann Frantz Wittkamp für ein passendes Sprüchlein. Auch die Idee des „Malerpoeten“ fand Heinemann sehr treffend gewählt: „Milch ist köstlich, macht nicht dumm, und ist reich an Kalzium. Milch ist flüssig, Milch ist weiß, Milch ist auch in Speiseeis.“

Rechnen „Milchmädchen“ besser als Banker?

Die Bezeichnung „Milchmädchen“ geht auf die Gebrüder Grimm zurück, für die ein Milchmädchen Milch besorgte und verkaufte. Milchmädchen erledigten auch Melktätigkeiten, waren bei der Herstellung von Butter und anderen Erzeugnissen behilflich und verkauften diese auf Märkten. Unbeantwortet blieb während der Übergabe aber die Frage des Chronisten, wer denn nun besser rechnen könne – ein Milchmädchen oder die Finanzfachleute...

Fünf Skulpturen an fünf Orten

In Bramsche hat die Kreissparkasse Bersenbrück im Dezember 2012 die „Geldlotte“ enthüllt. Seit April 2013 steht die „Blumenjule“ vor der Geschäftsstelle der Kreissparkasse an der Langen Straße in Quakenbrück. Vor der Westfassade der Sparkassen-Zentrale an der Lindenstraße in Bersenbrück sitzt seit Mai 2014 ein Junge namens „Max“. Der studiert mit fröhlicher Gelassenheit sein Sparbuch. Ein Jahr später, im Mai 2015, hielt der Cojohn Einzug in die Stadt Fürstenau. Dort steht die Bronzeskulptur allerdings nicht vor der Kreissparkasse in der Großen Straße, sondern an der Brücke zum Schloss, wo er ins Horn bläst. In Neuenkirchen zieht nun das „Milchmädchen“ alle Blicke auf sich.

 

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/712356/kreissparkasse-schenkt-neuenkirchen-ein-milchmadchen#gallery&0&3&712356